Das Goldene Prachtstück des Bolschoi-Theaters

Die goldenen Fäden.

Das Briefing

Der Bühnenvorhang des Bolschoi-Theaters gilt als eines der spektakulärsten Elemente des Hauses. Nach einer sechsjährigen Restaurierungsphase konnten die Zuschauer im Oktober 2011 zur 236. Spielzeit den neuen, prachtvollen „goldenen Vorhang“ bewundern.

Die Geschichte des Vorhangs:

  • 1955: Der ursprüngliche, mit Goldfäden bestickte Vorhang wurde installiert.

  • 1990er Jahre: Ein neuer Vorhang ersetzte das Original, wies jedoch nach Untersuchungen im Jahr 2006 erhebliche Mängel auf (beschädigte Fransen und Raffhalter).

  • Restaurierung ab 2006: Ziel war es, die Posamenten (Verzierungen) des „goldenen Vorhangs“ originalgetreu nach historischem Vorbild, aber mit modernen Sicherheitsstandards (z. B. feuerfesten Materialien), neu zu erschaffen.

Das Ergebnis

Technische Details und Handwerkskunst: Die Umsetzung übernahm das weltweit führende Unternehmen Houlès. Die Details sind beeindruckend:

  • Fransen: Eine 24 Meter lange gedrehte Franse besteht aus 6.000 einzelnen Stielen (jeder mit 2 cm Durchmesser).

  • Raffhalter (Tiebacks): Es wurden über 50 handgefertigte Raffhalter angebracht. Jeder ist 52 cm lang und wiegt etwa 3 kg.

  • Befestigung: Aufgrund des hohen Gewichts werden die Raffhalter mit Metallringen an speziellen Vorrichtungen („Rifles“) am unteren Ende des Vorhangs befestigt.

  • Material: Es wurden ausschließlich feuerfeste Fäden verwendet, deren Goldton exakt auf den Stoff des Vorhangs abgestimmt wurde.

Internationale Expertise: Dank dieser prestigeträchtigen Arbeit konnte das Unternehmen Houlès seine Expertise unter Beweis stellen. Die Dekorationen der Firma finden sich auch in anderen bedeutenden Häusern, wie dem Michailowski-Theater (Oper und Ballett) in Sankt Petersburg.